Der TagNord Stream 2: Röttgen schlägt Moratorium vor
Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat beim Bau der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 2 ein Verhandlungsmoratorium vorgeschlagen.
Eine solche Pause bei den Bauarbeiten könne dafür genutzt werden, "um eine internationale Vereinbarung über den Betrieb zu treffen", sagte Röttgen der "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" vor der Rede des US-Präsidenten Joe Biden bei der digitalen Münchner Sicherheitskonferenz an diesem Freitag.
Röttgen zufolge ist Nord Stream 2 eine "erhebliche Belastung im Verhältnis zu den USA, aber auch innerhalb Europas". Viele sähen in dem Projekt ein "machtpolitisches Projekt" des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Das Verhandlungsmoratorium solle das Ziel haben, dass Russland die Pipeline zwar bauen darf, sich aber "international rechtsverbindlich verpflichtet, die Pipeline nicht als geopolitische Waffe gegen unsere zentral- und osteuropäischen Partner einzusetzen", betonte Röttgen.