Der TagPanama bricht diplomatische Beziehungen zu Taiwan ab

Was hat Panama denn mit Taiwan zu schaffen, werden Sie sich jetzt fragen. Und wo liegt das Problem? Das Ganze ist etwas kompliziert: Bis 1971 galt die Republik China auf Taiwan als offizielle Vertretung des chinesischen Volkes bei den Vereinten Nationen. Dann verlor das Land seinen Sitz an die Volksrepublik China und gilt seitdem im UN-Sprech nicht mehr als Staat, sondern nur noch als De-facto-Regime. Nur wenige Staaten unterhalten noch diplomatische Beziehungen zu Taiwan. Und nun ist es eben noch einer weniger:
Panama bricht seine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab und wendet sich China zu.
Der Aufbau vollständiger diplomatischer Kontakte zum zweitgrößten Kunden des Panama-Kanals sei der richtige Weg für das Land, sagt der Präsident Panamas, Juan Carlos Varela.
Und warum wird Taiwan nicht einfach als eigenständiger Staat anerkannt? Weil Peking die Insel als Teil des eigenen Landes betrachtet.
Aber wer will schon Peking verärgern? Nicht mal die USA. Nachdem Präsident Donald Trump im Dezember mit der taiwanesischen Präsidentin telefoniert hatte - und für einen Eklat sorgte -, stellte er im Februar klar, dass er der Ein-China-Politik zustimmt.