Der TagPatientenschützer: Spahns Vorschläge "eher dürftig"
Gegenwind für Gesundheitsminister Jens Spahn: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat zurückhaltend auf dessen geplante Deckelung des Eigenanteils für stationäre Pflege reagiert. "Bei genauem Hinsehen fallen seine Vorschläge eher dürftig aus", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. "So soll der Pflegeanteil im Heim auf monatlich 700 Euro begrenzt werden und nach drei Jahren wegfallen. Tatsache ist aber, dass die Hälfte der Bundesländer diesen Höchstbetrag gar nicht erreichen."
Zudem würden laut Brysch ein Drittel der Heimbewohner nach drei Monaten sterben, "und 60 Prozent sind nach zwölf Monaten tot", so der oberste Patientenschützer. "Es gibt also kaum Pflegebedürftige, die drei Jahre im Heim leben." Zuletzt lag der Eigenanteil für die reine Pflege im Schnitt bei 786 Euro im Monat.