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Der TagPetry wehrt sich gegen Journalistin Hayali

16.03.2016, 21:57 Uhr

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Journalistin Dunja Hayali. (Foto: imago/Hartenfelser)

Das lässt sich Frauke Petry nicht gefallen: Am Dienstag beschreibt Journalistin Dunja Hayali auf ihrem Facebook-Profil noch einmal ausführlich, wie es zu den geplatzten Besuchen Petrys im ZDF "Morgenmagazin" kam.

  • Das reicht der AfD-Vorsitzenden. Sie setzt sich mit einer Pressemitteilung zur Wehr, wie die "Welt" berichtet.

  • Darin schreibt sie: "Es ist höchst ungewöhnlich, dass interne Kommunikation zwischen Pressestelle und Senderredaktion zum Anlass öffentlicher Berichterstattung gemacht werden."

  • Sie frage sich, warum Hayali über Online-Medien eine Skandalisierung anstrebte. Außerdem verweist sie auf Hayalis Engagement als Unterstützerin der Vereine "Gesicht zeigen" und "Respekt! Kein Platz für Rassismus" und stellt zur Diskussion, dass Hayali Schwierigkeiten damit habe, ihre journalistische Arbeit in einem aus Steuergeldern finanzierten Sender von ihrer politischen Einstellung zu trennen.

  • Bei einer Reportage über die AfD habe Hayali "besonders aggressiv wirkende Szenen und Zitate für die Veröffentlichung bevorzugt verwendet". Für Petry und ihre AfD sei Hayali deshalb "zunehmend mehr als politische Aktivistin denn als professionell arbeitende Journalistin" anzusehen.

  • Zudem erklärt Petry, sie habe die Termine insbesondere wegen ihrer Kinder absagen müssen.

  • Sie habe ein "deutlich reduziertes" Interesse an Interviews, solange öffentlich-rechtliche Fernsehsender "Politaktivisten wie Dunya Hayali" ein öffentliches Forum bäten. Für Petry sähe es ganz danach aus, "als würde im Morgenmagazin dringend frischer Wind gebraucht."

Quelle: ntv.de