Der TagPfarrer wird nach kontroverser Predigt entlassen
Nach seiner empört aufgenommenen Predigt über Missbrauch und Vergebung ist ein katholischer Pfarrer in Münster in den Ruhestand versetzt worden.
Ihm sei jegliche Äußerung zu dem Thema verboten, stellte Bischof Felix Genn klar. Er dürfe mit seinen "unsäglichen Thesen" nicht weiter belästigen.
Der Dienst als Seelsorger sei ihm mit sofortiger Wirkung untersagt, er dürfe nicht mehr predigen, die Beichtvollmacht sei ihm entzogen.
Zudem müsse sich Ulrich Zurkuhlen schriftlich entschuldigen bei Betroffenen, gegenüber der Gemeinde und allen Menschen, die er verletzt habe.
Die Bezüge für den 79-Jährigen seien gekürzt, teilte das Bistum weiter mit.
Zurkuhlen hatte in der Predigt Ende Juni um Vergebung geworben für Priester, die sexuellen Missbrauch begangen haben. Auch nach dem Eklat zeigte er sich in öffentlichen Äußerungen unbeirrt.