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Der TagPolizei: Rassistische Tat gegen Mutter mit Baby war erfunden

13.03.2025, 12:15 Uhr

Einen angeblich rassistisch motivierten Angriff auf eine Mutter und ihr zwei Monate altes Baby in Herne hat es nach Ermittlungen des Staatsschutzes gar nicht gegeben. Ein Polizeisprecher sagte am Vormittag, die von der 28-jährigen Mutter bei der Polizei gemeldete Attacke habe die Frau nur erfunden. Es sei am Montag nicht zu einer Gewalttat eines Unbekannten gegen sie und ihren Säugling gekommen. Das hätten zahlreiche Zeugenbefragungen am vermeintlichen Tatort in einem Park ergeben.

Am Dienstag hatte die Polizei vom Angriff eines unbekannten Radfahrers berichtet. Er habe die Frau nach deren Aussage von hinten in den Oberkörper getreten, als sie gerade ihre Tochter aus dem Kinderwagen gehoben und in den Arm genommen habe. Die junge Frau sei nach eigener Aussage nach der Attacke gestürzt, das Baby auf den Kopf gefallen. "Es gab aber keine Tat, es gibt keinen Täter", sagte der Polizeisprecher nun. Die Frau habe gegenüber den Ermittlern falsche Angaben gemacht. Warum sie das getan habe, müsse ermittelt werden, dazu müsse die Frau noch befragt werden.

Laut Polizeisprecher hat der Staatsschutz mehrere Zeugen in dem Park befragt, der zum angeblichen Tatzeitpunkt belebt gewesen sei. Danach stelle sich der Vorfall so dar: An den Kinderwagen habe die Frau eine Hundeleine angebunden. Der Hund habe so stark gezogen, dass der Kinderwagen mit dem Baby umgefallen sei.

Quelle: ntv.de