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Der TagPolizei in Tiflis soll Weltkriegs-Giftstoff auf Demonstranten gesprüht haben

01.12.2025, 17:11 Uhr

Die georgische Polizei soll bei Protesten in Tiflis im vergangenen Jahr einen Giftstoff auf Demonstranten gesprüht haben, der bereits im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam. BBC berichtet, die Beamten hätten in den Tanks der Wasserwerfer Brombenzylcyanid beigemischt. Diese Erkenntnis erlangt der britische Sender nach Gesprächen mit Ärzten, Zeugen und ehemaligen Mitgliedern georgischer Spezialeinheiten.

Brombenzylcyanid ist stark ätzend und verursache Symptome, die deutlich über die Wirkung von Tränengas hinausgehen. Demo-Teilnehmer berichteten dem Sender, ihre Haut hätte "wie Feuer gebrannt", nachdem sie vom Wasserwerfer getroffen worden waren. Manche sollen wochenlang unter Atemnot, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen gelitten haben.

Die georgische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Die Polizei habe stets "innerhalb der gesetzlichen Grenzen" gehandelt. Die BBC-Recherche sei "absurd".

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Hat die Polizei ihre Wasserwerfer mit Giftgas befüllt? (Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Quelle: ntv.de