Der TagPolizeigewerkschaft fordert: Messerattacke als Mordversuch einstufen

Wer mit einem Messer auf einen anderen Menschen einsticht, nimmt den Tod seines Gegenübers in Kauf - ungefähr so wertet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hamburg Messerattacken und fordert, diese als versuchtes Tötungsdelikt einzustufen. Wie die Gewerkschaft mitteilt, werden solche Angriffe oft nur als gefährliche Körperverletzung eingestuft. Dabei sei es oft nur dem Zufall geschuldet, ob das Opfer eine solche Attacke überlebt. Der Vorstoß fußt auf der Annahme, dass die Zahl solcher lebensgefährlicher Angriffe zuletzt gestiegen ist. "Wir haben es offenbar mit zunehmenden Messerattacken in Deutschland zu tun", heißt es in der Mitteilung. Einen Beleg für den Anstieg gebe es mangels bundesweiter Statistik aber nicht. Deshalb fordert die GdP auch, künftig zu erfassen, wie oft Messer als Waffe eingesetzt werden.