Der TagPotenzieller Russen-Tanker havariert im Nord-Ostsee-Kanal
Vergangene Nacht um 3.30 Uhr rumpelt es im Nord-Ostsee-Kanal. Der Tanker "Conga" bleibt plötzlich liegen und meldet "ein Problem mit der Maschine", berichtet Jörg Brockmann vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal gegenüber der "Kieler Nachrichten". Daraufhin muss das Schiff abgeschleppt werden. Zwei Schiffe - eines aus Kiel, ein anderes aus Cuxhaven - ziehen den havarierten Tanker nach Kiel.
Inspektoren der Reederei und der Klassifikationsgesellschaft gehen an Bord und beurteilen den Zustand des Öltransporters. Erst, wenn die Freigabe vorliegt, darf er wieder in die Ostsee stechen.
Zuvor war das 184-Meter-Schiff aus Libyen gekommen, wo es russisches Öl abgeliefert hat. Jetzt ist es wieder auf dem Weg zu einem nicht näher bestimmten Hafen, höchstwahrscheinlich an Russlands Ostseeküste, berichtet die Zeitung. Mutmaßlich nimmt der auf den Marshall-Inseln im Pazifik registrierte Tanker dort neues russisches Öl auf und fährt damit zu einem Abnehmer. "Conga" ist dem Bericht nach hauptsächlich in russischen und afrikanischen Gewässern unterwegs, was darauf hindeutet, dass der Tanker ein Teil der russischen Schattenflotte sein könnte.