Der Tag

Der TagPrinz Harry: Bin durch Presse "paranoid" geworden

06.06.2023, 15:12 Uhr

Der Zustand von Presse und Regierung im Vereinigten Königreich befinde sich am "Tiefpunkt", betont Prinz Harry in einer schriftlichen Zeugenaussage. Es sind drastische Vorwürfe wie diese, die der Sohn von König Charles III. für die Aussage in seinem Prozess gegen den Verlag Mirror Group Newspapers erhebt. "Offensichtlich will ich nicht, dass irgendjemand dasselbe durchmacht, was ich auf persönliche Weise erleiden musste", heißt es in der Stellungnahme weiter. Der 38-Jährige wirft MGN-Reportern vor, ihn über Jahre abgehört und daraufhin Artikel mit privaten Inhalten veröffentlicht zu haben.

Die meiste Zeit seines Lebens und bis zum heutigen Tag sei er Opfer einer unbarmherzigen "Invasion der Presse" gewesen, sagte Harry. Von Geburt an habe er es mit einer feindseligen Presse zu tun gehabt. Diese habe allen Mitgliedern des Königshauses eine Rolle zugeteilt: Mal als "Playboy-Prinz", dann wieder als "Versager" oder, wie in seinem Fall, als "Schwachkopf", "minderjähriger Trinker" oder "verantwortungsloser Drogenkonsument". Als Jugendlicher und mit Anfang 20 habe er das Gefühl gehabt, er müsse die "Schlagzeilen und Stereotypen" über ihn durch sein Verhalten bestätigen, sagte Harry weiter. Die Schlagzeilen hätten ihn "äußerst paranoid" gemacht, Freundschaften ruiniert und auch seine Beziehungen. Der Verlag weist die Anschuldigungen entschieden zurück.

Quelle: ntv.de