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Der TagProfilneurose: Feuerwehrmann gesteht Brandstiftungen

31.03.2025, 11:12 Uhr

Ein Feuerwehrmann hat vor dem Landgericht Aschaffenburg gestanden, für eine Brandserie am Untermain verantwortlich zu sein. Mit Blick auf seine rund 120 Seiten umfassende schriftliche Einlassung, die der Strafkammer vorliegt, sagte der 47-Jährige: "Ich habe jeden einzelnen Fall, für den ich verantwortlich bin, eingeräumt."

Aber nicht für alle angeklagten 25 Brände und versuchten Brandstiftungen will das Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr im südhessischen Odenwaldkreis allerdings verantwortlich sein. Zudem habe er niemanden schädigen wollen, so der Mann. Der Angeklagte hat nach eigenen Worten aus Verbitterung gehandelt. Er habe der Feuerwehr für ihre Arbeit Lob und Anerkennung der Bevölkerung verschaffen wollen und gute Presse, behauptet daher: "Es ging nie um mich."

Die Staatsanwaltschaft wirft dem IT-Techniker vor, von 2018 bis 2024 für mehr als 20 Brände im bayerisch-hessischen Grenzgebiet verantwortlich zu sein. Es geht um zwei Fälle der schweren Brandstiftung, 20 Fälle der vollendeten Brandstiftung und drei Fälle der versuchten Brandstiftung. Nach Erkenntnis der Ermittler baute der Angeklagte eine sich selbst entzündende Vorrichtung, die er an den Tatorten platzierte und die erst 12 bis 24 Stunden nach der Ablage in Brand geriet. Ziel des Feuerwehrmannes sei es gewesen, "aus den Brandstiftungen für sich ein Gefühl der Überlegenheit zu ziehen und die vermeintliche Hilflosigkeit und Verwirrung der Ermittlungsbehörden und der Bevölkerung zu genießen".

Quelle: ntv.de