Der TagPrognose: Ostdeutschland gehen die Arbeitskräfte aus
Die Zahl der möglichen Arbeitskräfte in Deutschland bleibt nach einer neuen Hochrechnung in den kommenden 19 Jahren fast stabil. Die Zahl der sogenannten Erwerbspersonen werde bis 2045 im Vergleich zu 2022 leicht um rund 0,5 Prozent auf etwa 43,3 Millionen Menschen sinken, berichtete das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn. Allerdings würden sich die regionalen Unterschiede verschärfen.
Laut der neuen "Erwerbspersonenprognose 2045" wird in 58 des in 96 Regionen aufgeteilten Bundesgebiets die Zahl der Erwerbspersonen abnehmen. Besonders stark betroffen seien strukturschwächere, vor allem ostdeutsche, Regionen wie Altmark, Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und Nordthüringen. "Dort werden Rückgänge von mindestens 20 Prozent erwartet", hieß es.
Strukturstärkere Ballungsräume würden dagegen deutliche Zuwächse verzeichnen: "Für Hamburg und München werden Anstiege von jeweils mehr als 9 Prozent prognostiziert, für Berlin sogar von rund 15 Prozent", erklärte ein Sprecher.