Aufhebung von Lieferverbot Putin will Teheran Luftabwehrraketen liefern
Gerade einmal anderthalb Wochen nach dem vorläufigen Durchbruch in den Atomverhandlungen mit dem Iran hat Russland den Weg zur Lieferung von Luftabwehrraketen an Teheran freigemacht. Dafür gibt's, erwartungsgemäß, Kritik.
Präsident Wladimir Putin unterzeichnete nach Kreml-Angaben ein Dekret, das ein Lieferverbot für S-300-Systeme aufhebt, die Flugzeuge und Raketen abschießen können.
Putin-Vorgänger Dmitri Medwedew hatte die Auslieferung der Boden-Luft-Raketen an den Iran 2010 untersagt, nachdem die UNO wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms Sanktionen verhängt hatte.
Israel hatte das Rahmenabkommen scharf kritisiert, Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte damals, er sehe die Existenz Israels bedroht.
"Unser Widerstand gegen den Verkauf ist seit langem bekannt", sagte Pentagon-Sprecher Steve Warren in Washington. "Wir halten ihn für nicht hilfreich."