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Der TagRazzien in Polen: Affäre um schlechte Hacksteaks beim Europäischen Hilfsfonds

16.07.2024, 22:45 Uhr

Die europäische Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der Untersuchung von Betrugsvorwürfen beim Europäischen Hilfsfonds (EHAP) Hausdurchsuchungen in Polen vorgenommen. Die Aktion sei mit der Unterstützung der französischen Wettbewerbsbehörde DGCCRF und in Zusammenarbeit mit mehreren polnischen Staatsanwaltschaften erfolgt, erklärt die DGCCRF. Die Durchsuchungen seien Teil einer 2019 eingeleiteten Ermittlung gewesen, in deren Verlauf "Nichtkonformitäten in Bezug auf die Zusammensetzung von Hacksteaks aufgedeckt" worden seien, heißt es weiter.

Die Hacksteaks von sehr schlechter Qualität waren damals mit Unterstützung des EHAP an französische Hilfsorganisationen wie das Roten Kreuz, Restos du Coeur und Secours populaire geliefert worden. Die Organisationen hatten verdächtige braune Flecken auf den Hacksteaks gemeldet. Die Lieferungen waren Teil eines Auftrags in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Die Hacksteaks seien zwar nicht gesundheitsschädlich gewesen, hätten aber "eine schlechte Gewebequalität, Mängel in der Zusammensetzung und einen ungehörigen Fettüberschuss aufgewiesen", erklärt die Verbraucherorganisation Foodwatch. Foodwatch forderte, es müssten auch diejenigen bestraft werden, die diesen Skandal ermöglicht hätten. Die Hacksteaks konnten schnell zu dem Unternehmen Voldis zurückverfolgt werden, das diese von einem polnischen Anbieter bezogen hatte.

Quelle: ntv.de