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Der Tag Reallöhne sinken EU-weit um knapp drei Prozent

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Europäischen Union müssen sich im laufenden Jahr auf einen hohen Reallohnverlust gefasst machen. EU-weit könnten die Reallöhne 2022 um bis zu 2,9 Prozent sinken, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung mitteilte. Auch in Deutschland drohe ein Reallohnverlust von 2,9 Prozent. Die WSI-Experten plädierten für hohe Lohnforderungen in bestimmten Branchen. Die Bruttolöhne in Deutschland stiegen den Berechnungen zufolge im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent an und lagen somit deutlich unter der allgemeinen Preissteigerung. Diese Entwicklung werde sich im laufenden Jahr voraussichtlich fortsetzen, erklärte das WSI. Auch in der EU insgesamt werde das nominale Lohnwachstum mit 3,7 Prozent im Vergleich zur Inflation "moderat" bleiben. Angesichts hoher Gewinne in vielen Unternehmen warnten die WSI-Experten vor "einer Umverteilung zulasten der Beschäftigten". Dies führe zu einer sinkenden Lohnquote und einem höheren Anteil der Unternehmens- und Vermögenseinkommen am Volkseinkommen.

Quelle: ntv.de

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