Der Tag

Der TagReisebüro soll 160 Kunden betrogen haben

26.07.2019, 15:01 Uhr
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Viele Urlauber konnten ihre Reise nicht antreten. (Foto: imago images / blickwinkel)

Entscheiden, Buchen, Bezahlen, Bestätigungs-Unterlagen ausdrucken und los geht's - so einfach läuft das bei vielen Reisebüros. Doch der Betreiber eines Büros in der Ruhrgebietsstadt Herten hat offenbar die letzten beiden Schritte nicht eingehalten. Er soll zum Teil vierstellige Buchungssummen selbst eingestrichen, nicht weitergeleitet oder Buchungen nach Bezahlung in bar wieder storniert haben, so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Bochum. Eine Woche lang war der mutmaßliche Betrüger abgetaucht, vergangene Nacht stellte er sich der Polizei. Aufgeflogen war der Betrug bei einem Polizeieinsatz vor einer Woche, als sich aufgebrachte Kunden vor dem Reisebüro versammelt hatten. Insgesamt seien es 160 Geschädigte, teilte die Polizei mit. Viele hätten den Betrug erst gemerkt, weil Reiseunterlagen oder die Tickets fehlten. Offenbar hatte der Mann viele Buchungen wieder storniert. Die Behörden ermitteln nun, wohin das Geld geflossen ist. Die genaue Schadenssumme war den Angaben nach noch nicht bekannt. Laut Medienberichten geht es um mehr als eine Million Euro.