Der TagRömischer Brunnen mit Jupitersäule aus Tagebau im Rheinland geborgen
Relikte aus der Römerzeit haben Archäologen im Rheinland entdeckt: Im Braunkohletagebau bei Kerpen fanden die Wissenschaftler einen etwa 15 Meter tiefen Brunnen. In dem Brunnen wurde eine fünf Meter hohe Jupitersäule mit drei weiblichen Gottheiten darauf entdeckt, berichtete ein Sprecher des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland.
Der Verehrung dienende Säulen für Jupiter, den höchsten römischen Gott, seien nicht selten. Ungewöhnlich sei die kombinierte Abbildung mit den Göttinnen. "Das ist das Besondere daran", sagte der Sprecher.
Weil auch Holz gefunden wurde, kann der Fund datiert werden: Ab den 2. oder 3. Jahrhundert und bis ins 5. Jahrhundert hinein wurde der Brunnen genutzt.
In der Zeit hatten die Römer bis zu 30.000 Soldaten am Rhein stationiert. Landgüter dienten der Versorgung mit Lebensmitteln.
Den Ausgrabungsort an einem einstigen römischen Landgut kannten die Archäologen schon seit den 1980er Jahren. Weil die Braunkohlebagger immer näher rücken, musste das Relikt aus der Römerzeit ausgegraben werden.