Der TagRussische Journalistin verbrennt sich selbst
Einen Tag nach der Durchsuchung ihrer Wohnung durch die Behörden hat sich in Russland die der Opposition nahestehende Journalistin Irina Slawina vor einem Büro des Innenministeriums in der Stadt Nischni Nowgorod selbst verbrannt. Sie starb an ihren Verletzungen. Zuvor hatte sie auf ihrer Facebook-Seite geschrieben: "Für meinen Tod ist die Russische Föderation verantwortlich."
Am Tag vor ihrem Tod hatte Slawina erklärt, ihre Wohnung sei von Polizisten durchsucht worden. Dabei seien Notebooks, ihr Laptop und andere Elektronik sowie der Laptop ihrer Tochter und das Mobiltelefon ihres Mannes beschlagnahmt worden.
Auch sei nach Material der Oppositionsgruppe "Open Russia" gesucht worden, die von dem Kreml-Kritiker Michail Chodorkowsky finanziert wird. Slawina arbeitete als Chefredakteurin für das kleine Nachrichtenunternehmen Koza Press.