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Der TagRussische Söldner in Belarus: Lukaschenko bezichtigt Kreml der Lüge

01.08.2020, 20:01 Uhr

Nach der Festnahme mutmaßlicher russischer Söldner kurz vor der Präsidentenwahl in Belarus zweifelt Staatschef Alexander Lukaschenko an der Durchreise-Darstellung des Kreml.

  • "Es ist klar, dass diese Gruppe andere Ziele hatte", sagte er in Minsk der Staatsagentur Belta zufolge. "Es gab gar kein Istanbul." Aufgabe sei es nun herauszufinden, wohin die Männer reisen wollten, sagte der Präsident. "Soweit ich weiß, ist dies nur die erste Gruppe von 180 oder 200 Personen, die nach Belarus versetzt werden sollte."

  • Nach Darstellung des Kreml sollen die 33 Männer auf der Durchreise gewesen sein. Ihr Aufenthalt in Belarus habe nichts mit dem Land selbst zu tun, hatte Sprecher Dmitri Peskow am Freitag gesagt. Sie hatten demnach Flugtickets nach Istanbul gehabt.

  • Die am Mittwoch festgenommenen Männer sollen den Behörden in Minsk zufolge der privaten russischen Söldner-Gruppe "Wagner" angehören. Ihnen werfen die Behörden in dem autoritär regierten Land vor, vor der Wahl am Sonntag nächster Woche Unruhe in der Ex-Sowjetrepublik stiften zu wollen.