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Der TagSPD und CDU wollen Einbürgerung erschweren: Dabei nutzt die kaum jemand

13.06.2025, 09:26 Uhr

Die von der Ampel-Koalition für besonders gut integrierte Ausländer geschaffene Möglichkeit einer Einbürgerung nach drei Jahren hat bislang nur einigen Hundert Menschen schneller zum deutschen Pass verholfen. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Ländern und Kommunen. Demnach wurde von der neuen Regelung, die schon bald wieder abgeschafft werden soll, lediglich in Berlin in größerem Umfang Gebrauch gemacht. Unter den 29.853 Menschen, die zwischen Juli 2024 und Ende April 2025 in der Hauptstadt eingebürgert wurden, erhielten nach Auskunft des Innensenats 500 Menschen mit guten Deutschkenntnissen und besonderen schulischen, beruflichen oder ehrenamtlichen Leistungen die deutsche Staatsbürgerschaft nach drei Jahren regulären Aufenthalts in Deutschland.

Die neue Regelung war Teil einer Reform des Staatsangehörigkeitsrechts, die am 27. Juni 2024 in Kraft trat. Seither darf, wer Deutscher wird, grundsätzlich die bisherige Staatsangehörigkeit behalten. Zudem reichen als Voraussetzung nun fünf statt bisher acht Jahre Aufenthalt in Deutschland. An diesen Änderungen hält die neue Bundesregierung fest. Nur die Möglichkeit, die Frist bei guten schulischen oder beruflichen Leistungen auf drei Jahre zu verkürzen, wollen Union und SPD streichen.

Quelle: ntv.de