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Der TagSäugling stirbt nach Misshandlungen: Acht Jahre Haft für Vater

27.03.2020, 13:12 Uhr

Im November 2015 stirbt ein drei Monate altes Baby. Bei der Obduktion stellen Mediziner mehrere Knochenbrüche fest, die auf frische und ältere Misshandlungen schließen ließen. Auch die Zwillingsschwester des Jungen wurde nach ihrer Geburt mehrmals massiv verletzt. Der Vater der Kinder gibt an, er habe sie gleichzeitig aus ihrem Bett gehoben. Dabei seien sie ihm aus dem Arm gerutscht und versehentlich hingefallen. Der 36-jährige Deutsche wird in einem ersten Prozess im November 2016 vom Landgericht Bielefeld wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Gegen diese Entscheidung legt die Staatsanwaltschaft Revision ein - mit Erfolg. Das Hagener Landgericht verurteilte den Vater nun zu acht Jahren Haft. Wie ein Gerichtssprecher erklärte, wurde der Angeklagte, der bis zur Urteilsverkündung auf freiem Fuß war, noch im Gerichtssaal festgenommen. In der Urteilsbegründung in Hagen war von einem "durchgängigen Martyrium der beiden Säuglinge" die Rede. Derartige Gewalt sei mit Fahrlässigkeit nicht mehr zu erklären. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Mädchen lebt heute in einer Pflegefamilie.

Quelle: ntv.de