Der TagSandwich-Wurf auf FBI: US-Justizministerin schwurbelt was von "deep state"
"Fickt euch, Faschisten! Schande! Schande! Schande!" - ein Mann in Washington findet deutliche Worte für den Einsatz von Nationalgardisten und FBI-Agenten in der US-Hauptstadt. Er brüllt nicht nur das den Männern entgegen - er wirft auch mit einem Sandwich nach einem der Bundesbeamten. Das Video von dem Vorfall geht viral. Doch der Mann ist nicht irgendein Bürger in der US-Hauptstadt, die Präsident Donald Trump gerade unter fadenscheinigen Behauptungen dauerhaft mit dem Missbrauch von Notstandsgesetzen unter seine Kontrolle zu bringen versucht. Der Mann arbeitet im US-Justizministerium, beziehungsweise arbeitete dort. Trumps US-Justizministerin Pam Bondi weiß den Vorfall wohl gut für sich und für das Verbreiten von Verschwörungserzählungen zu nutzen und feuert den Mitarbeiter mit den Worten. "Das ist ein Beispiel für den deep state, den wir seit sieben Monaten bekämpfen. Niemand wird für uns arbeiten, der unsere Regierung und unsere Sicherheitskräfte nicht respektiert", schrieb Bondi in einem Post.
Dieser Mann hat sich gegen die antidemokratische Entwicklung gestellt, seinen Job verloren und wird nun noch öffentlich von einer US-Ministerin verunglimpft. Für ein paar Flüche und Beleidigungen und einen harmlosen Sandwich-Wurf. In Deutschland unvorstellbar? Unglücklicherweise schwappen viele Trends aus den USA mit Verzögerung zu uns herüber. Was in den USA gerade passiert, sollte uns eine Warnung sein, antidemokratische Bewegungen in unserer Gesellschaft nicht zu unterschätzen. Deshalb habe ich die Meldung aus der Nacht aufgegriffen, um nochmal auf den Fall aufmerksam zu machen. Das soll kein Plädoyer für Sandwich- oder Eierwürfe werden. Doch wer über diesen Sandwich-Wurf empört ist, sollte sich fragen, warum er oder sie seit Monaten schlafen kann angesichts von Trumps Politik.