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Der TagSchlechte Aussichten für Kohl-Witwe im Streit mit Ghostwriter

25.10.2021, 14:16 Uhr

Im Streit um eine Millionen-Entschädigung nach einer umstrittenen Buchveröffentlichung kann sich die Witwe von Altkanzler Helmut Kohl wenig Hoffnung machen. Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte in Karlsruhe, dass ein Anspruch auf solche Geldentschädigungen wegen verletzter Persönlichkeitsrechte grundsätzlich nicht vererblich sei und der Senat in diesem Fall auch keine Ausnahme sehe. Sein Urteil will der BGH erst später verkünden.

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Maike Kohl-Richter, Witwe von Altbundeskanzler Helmut Kohl. (Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild)

Alleinerbin Maike Kohl-Richter will wie ihr 2017 gestorbener Mann mindestens fünf Millionen Euro nebst Zinsen unter anderem von Kohls Ghostwriter und früherem Vertrauten Heribert Schwan. Der Journalist und Historiker sollte Kohls Memoiren schreiben und sprach Hunderte Stunden mit dem früheren CDU-Chef bei ihm zu Hause in Ludwigshafen. Nach drei von vier geplanten Bänden kam es zum Bruch. Eigenmächtig veröffentlichte Schwan 2014 das Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle", in dem Kohl mit abwertenden Urteilen über Politiker und gesellschaftliche Größen zitiert wird.

Quelle: ntv.de