Der TagScholz will bei Wahlsieg nicht Parteivorsitz übernehmen
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz strebt im Falle eines Wahlsiegs nach eigenen Worten nicht den Parteivorsitz an. "Nein, das halte ich nicht für erforderlich, das habe ich auch nicht vor", sagte der jetzige Vizekanzler und Finanzminister dem Deutschlandfunk. Die Wahl der Parteispitze steht auf dem nächsten regulären SPD-Parteitag im Dezember an - rund ein Vierteljahr nach der Bundestagswahl. Parteichefin Saskia Esken hat schon angekündigt, ihr Amt behalten zu wollen. "Für mich kann ich sagen, ich habe noch eine Agenda vor mir", sagte sie vor drei Wochen der "Rheinischen Post".
Die Bundestagsabgeordnete führt die SPD seit Dezember 2019 zusammen mit Norbert Walter-Borjans, dem ehemaligen nordrhein-westfälischen Finanzminister. Zuvor hatten sich die beiden in einem Mitgliederentscheid als Kritiker der großen Koalition durchgesetzt, auch gegen Scholz und dessen Mit-Kandidatin Klara Geywitz.