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Der Tag"Schwere, wahllose Kollateralschäden": EU äußert sich zu Pager-Explosionen im Libanon

18.09.2024, 15:55 Uhr

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verurteilt die Explosion von zahlreichen Funkempfängern mit mehreren Toten und Tausenden Verletzten im Libanon. "Auch wenn die Angriffe offenbar gezielt erfolgten, hatten sie schwere, wahllose Kollateralschäden unter der Zivilbevölkerung zur Folge; auch Kinder sind unter den Opfern", teilte Borrell mit.

Hunderte sogenannte Pager, die Berichten zufolge von der islamistisch-schiitischen Hisbollah-Miliz verwendet werden, waren am Dienstag im Libanon gleichzeitig explodiert. Rund 2800 Menschen wurden dabei verletzt, mindestens 12 Menschen starben. Die proiranische Schiitenmiliz machte Israel verantwortlich und kündigte Vergeltung an. "Ich halte diese Situation für äußerst besorgniserregend. Ich kann diese Angriffe, die die Sicherheit und Stabilität des Libanons gefährden und die Gefahr einer Eskalation in der Region erhöhen, nur verurteilen", so Borrell. "Die Europäische Union appelliert an alle Beteiligten, einen umfassenden Krieg zu verhindern, der schwerwiegende Folgen für die gesamte Region und darüber hinaus haben würde."

Quelle: ntv.de