Der Tag"Sechs Männer tot" - USA zerstören mutmaßliche Drogenboote
"Und täglich grüßt der Kriegsminister", könnte man zynisch bezeichnen, was sich seit Wochen in den USA in Sachen mutmaßlichem Anti-Drogen-Krieg abspielt:
Bei zwei neuen Militärschlägen der USA gegen mutmaßliche Drogenschmuggler sind nach Angaben des Pentagons insgesamt sechs Männer ums Leben gekommen. Die US-Streitkräfte hätten in internationalen Gewässern im Ost-Pazifik zwei mit Rauschgift beladene Boote angegriffen, teilte Behördenchef Pete Hegseth mit, der sich seit Kurzem als Kriegsminister bezeichnet. Auf X veröffentlichte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie zwei Boote beschossen werden und in Flammen aufgehen. Die Boote gehörten nach Angaben von Hegseth zu einer Gruppe, die von den USA als terroristische Organisation eingestuft wird, und bewegten sich entlang einer bekannten Drogenroute.
In den vergangenen Wochen hat das US-Militär immer wieder angeblich mit Drogen beladene Boote in der Karibik und dem Pazifik angegriffen. Dutzende Menschen sollen dabei getötet worden sein. Das Vorgehen stieß international auf Kritik, auch weil die US-Regierung keine rechtliche Grundlage für ihr Handeln nannte. Zudem bleibt in einigen Fällen unklar, ob die zerstörten Boote tatsächlich Drogen geschmuggelt haben und auf dem Weg in die USA waren. Die Vereinten Nationen riefen die Regierung von US-Präsident Donald Trump zur Zurückhaltung auf.