Der TagSeehofer sieht sich zu Unrecht am Pranger
Horst Seehofer ist ein Mensch mit Mitgefühl. So sieht er sich jedenfalls selber. Der Bundesinnenminister will den Vorwurf, an eben dieser Gefühlsregung fehle es ihm, nicht auf sich sitzen lassen.
Der CSU-Chef betonte, er habe am Sonntag mit Kanzlerin Angela Merkel beschlossen, dass Deutschland 50 gerettete Bootsflüchtlinge aufnimmt.
Außerdem habe er kurz nach seinem Amtsantritt dafür gesorgt, dass über ein Umsiedlungsprogramm dieses Jahr knapp 5000 besonders bedürftige Flüchtlinge nach Deutschland kommen dürfen.
"Das trägt meine Unterschrift. Ich rede darüber nicht jeden Tag, wenn ich wieder einmal beurteilt werde, was mir alles an menschlichen Eigenschaften fehlt", sagte Seehofer.
Auf die Frage, ob er seine umstrittene Äußerung zu 69 abgeschobenen Afghanen an seinem 69. Geburtstag bereue, antwortete er: "Nein". Er habe das damals einfach nur so festgestellt, ohne Freude auszudrücken oder die Abschiebung als "Geburtstagsgeschenk" zu bezeichnen.
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