Der Tag

Der TagShow oder Zeitenwende beim Migrationstreffen?

03.09.2024, 07:35 Uhr

Aus der Union kommen klare Forderungen an das Migrations-Treffen von Ampel-Koalition, Union und Bundesländern – während die Bundesregierung vor zu hohen Erwartungen warnt.

  • Nicht das Waffenrecht und Abschiebungen seien das eigentliche Problem, findet Unionsfraktionschef Merz, sondern der nach wie vor ungesteuerte Zuwanderungsdruck. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Hessens Regierungschef Boris Rhein verlangt: "Der Bund muss die Kontrollen an den Binnengrenzen fortsetzen und endlich anfangen, an den Grenzen konsequent zurückzuweisen. Wir brauchen außerdem eine konsequente Umsetzung der Dublin-Regeln auf europäischer Ebene, mehr sichere Herkunftsstaaten, Asylverfahren in Drittstaaten. Es muss natürlich auch nach Afghanistan und Syrien abgeschoben werden. Straftätern und Gefährdern gehört die Staatsbürgerschaft entzogen, Abschiebe- und Haftmöglichkeiten müssen ausgeweitet werden."

  • Grundlage für die Beratungen ist aus Sicht der Bundesregierung das in der vergangenen Woche verabschiedete "Sicherheitspaket". Es sieht Maßnahmen in drei Bereichen vor: eine härtere Gangart bei der Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihre Herkunftsländer, Schritte zur entschiedeneren Bekämpfung des islamistischen Terrors und Verschärfungen beim Waffenrecht.

  • Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, warnt vor einem "einseitigen Fokus auf Verschärfungen in der Migrationspolitik".

Quelle: ntv.de