Der Tag"Sie sehen aber gut aus - für Ihr Alter" - die Tücken bei Komplimenten
"Ich schätze an Dir, dass Du immer so warmherzig und fürsorglich bist. Einfach wie eine gute Mutter." Das klingt auf den ersten Blick wie ein schönes Kompliment. Doch es kann sein, dass sich ein Mensch über diesen wahrscheinlich nett gemeinten Satz nicht freut. Denn er basiert auf Stereotypen. Etwa jenem, dass Frauen nur gute Mütter sein können, wenn sie warmherzig und fürsorglich sind. Am Freitag (1. März) ist der Tag der Komplimente. Und weil es mit Schmeicheleien manchmal nicht so einfach ist, ist er ein guter Anlass, um nachzufragen: Was kommt bei gut gemeinter Lobhudelei möglicherweise schlecht an?
Über Generationen hinweg wiederholte Stereotype könnten sich zu Vorurteilen verfestigen und zum Pauschalurteil werden. Ein Mädchen könne etwa denken, dass es besonders dann Anerkennung bekomme, wenn es aussehe wie eine Prinzessin, aber nicht, wenn es eine Eins in Mathe schreibe. Deshalb sollten - egal ob Junge oder Mädchen - am besten alle Menschen schon von Kindesbeinen an lobende Worte bekommen, die ihre Besonderheiten in verschiedenen Bereichen hervorheben.
Klar ist: Es gibt nicht das eine perfekte Kompliment. Ob ein Satz gut oder schlecht ankommt, hängt immer vom Kontext und meist auch von der Beziehung der Menschen untereinander ab. Beispiele für gute Komplimente können sein: "Ich verbringe gerne Zeit mit Dir, das tut mir gut" oder "Du hast immer ein offenes Ohr für mich und ich kann mich immer auf Dich verlassen". Wer Nettigkeiten verteilt, kann mit individuellen Worten vermutlich noch extra punkten.
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