Der TagSo macht die EU Wegwerf-Kleidung "unbequem" für Unternehmen
Von hundert T-Shirts sind bis zu neun Shirts von vorneherein wortwörtlich für die Tonne: Nach Angaben der EU-Kommission landen Schätzungen zufolge 4 bis 9 Prozent der unverkauften Kleidungsstücke im Müll. Allein im deutschen Onlinehandel würden jährlich fast 20 Millionen zurückgesandte Artikel entsorgt und das verursacht Abfälle, CO2-Emissionen und Ressourcen werden verschwendet. Dem will die EU - zumindest erst einmal den großen Mode-Unternehmen - einen Riegel vorschieben: Ab dem 19. Juli dürfen die großen Labels Kleidung und Schuhe nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen vernichten. Für mittlere Unternehmen soll die Regel ab 2030 gelten, wie die EU-Kommission mitteilt. Ausnahmen gibt es etwa für beschädigte Waren. Außerdem müssen mittlere Unternehmen ab 2030 Informationen über nicht verkaufte Konsumgüter, die sie entsorgen, offenlegen. Große Firmen müssen dies bereits tun. So will Brüssel die Unternehmen dazu ermutigen, ihre Bestände effizienter zu verwalten, Rücksendungen besser zu handhaben und Alternativen wie Weiterverkauf, Wiederaufarbeitung, Spenden oder Wiederverwendung zu prüfen - anstatt Lagerbestände zu vernichten.