Der TagSpur zu Marsalek - Britische Ermittler decken russisches Geldwäschenetzwerk auf
Jan Marsalek, der flüchtige Ex-Wirecard-Manager, wird mit einem milliardenschweren Geldwäschesystem in Verbindung gebracht. Die britische Kriminalpolizeibehörde NCA sieht ihn in Netzwerken, die Bargeld aus Drogenhandel, Waffenlieferungen und illegaler Migration einsammeln und in Kryptowährungen umwandeln, während das Bargeld an sanktionierte russische Oligarchen weiterfließt. Russische Geheimdienste sollen diese Strukturen genutzt haben, um Marsaleks bulgarischem Spionagering Geld zukommen zu lassen. Dessen Anführer wurde im Mai in Großbritannien verurteilt.
Marsalek war 2020 nach dem Wirecard-Skandal nach Moskau geflohen und soll dort für russische Dienste arbeiten. Zudem prüft Österreich den Entzug seiner Staatsbürgerschaft wegen mutmaßlicher geheimdienstlicher Aktivitäten zugunsten Russlands.