Der TagSputnik-Booster: Putin bekommt Impfstoff auch in die Nase

Sicher ist sicher, doppelt hält besser, alle guten Dinge sind ... - was auch immer Wladimir Putin dazu bewegt hat, aber in Sachen Corona wollte Russlands Präsident offenbar auf Nummer sicher gehen: Kurz nach seiner Auffrischungsimpfung mit Sputnik V hat er nach eigener Aussage das Präparat zusätzlich als Nasenspray verabreicht bekommen. Ein Vertreter des staatlichen Gamaleja-Forschungsinstituts, das das Vakzin entwickelt hat, habe ihm das Puder-Spray Anfang der Woche in die Nase gesprüht, sagte Putin während einer Videokonferenz mit Regierungsvertretern, die im Staatsfernsehen übertragen wurde. "Danach habe ich 15 Minuten dort gesessen, und das war es." Die Nasenspray-Variante von Sputnik ist in Russland in der Testphase im Einsatz.
Man könnte sagen, die Russen sind in Bezug auf Corona wohl so etwas wie Trendsetter: In der russischen "Produktpalette" gibt es offenbar auch Light-Produkte, denn der 69 Jahre alte Kremlchef hatte sich am vergangenen Wochenende mit "Sputnik Light" boostern lassen. Das sei der "zweite Teil dieser Prozedur" gewesen, erklärte Putin dazu. Die Kombi aus Spritze und Spray soll laut russischen Experten einen besseren Schutz bieten. Ob sie damit für die Impfung begeistern können? Von den rund 146 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sind bislang nur rund 40 Prozent vollständig geimpft. Immerhin eine Sache haben sie aber im flächenmäßig größten Land der Erde: jede Menge Platz zum Abstand halten.