Der TagStarkoch vor Gericht: Staatsanwältin will mehr als vier Jahre Haft für Alfons Schuhbeck

Ihm werden Insolvenzverschleppung, vorsätzlicher Bankrott und Betrug mit Corona-Hilfen vorgeworfen: Star-Koch Alfons Schubeck muss sich in einem weiteren Verfahren vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sieben Monaten für den 76-Jährigen. Das Firmenimperium, das er aufgebaut hatte, sei ihm leider Gottes über den Kopf gewachsen", sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Er habe aber auch "aus grobem Eigennutz" gehandelt. Besonders verwerflich sei es, dass Schuhbeck die "beispiellose nationale Notlage in der Pandemie" ausgenutzt habe. Schuhbeck habe viel zu lange versucht, "das Lebenswerk und den Schein aufrechtzuerhalten".
Ein Urteil soll voraussichtlich im Laufe des Tages fallen. In die Strafforderung eingerechnet ist auch schon die Strafe wegen Steuerhinterziehung, die Schuhbeck eigentlich derzeit im Gefängnis absitzen müsste.
Update um 11:51 Uhr: Das Landgericht München I hat Alfons Schuhbeck unter anderem wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs verurteilt. Es verhängte eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten. In die Strafe eingerechnet ist seine frühere Verurteilung wegen Steuerhinterziehung, deren Vollzug derzeit aus Gesundheitsgründen ausgesetzt ist.