Der TagStiftung: Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi im Iran gewaltsam festgenommen
Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben von Unterstützern im Iran gewaltsam festgenommen worden. Mohammadi sei zusammen mit weiteren Aktivisten bei einer Trauerzeremonie für einen verstorbenen Anwalt von Sicherheitskräften und Polizisten gewaltsam abgeführt worden, teilt die Stiftung der Frauenrechtlerin auf X mit. Mohammadi war im Dezember 2024 aus gesundheitlichen Gründen aus ihrer Haft im Evin-Gefängnis bei Teheran freigelassen worden - dies sei aber nur vorübergehend, wurde damals mitgeteilt.
Zuvor war bekannt geworden, dass Mohammadi den Iran nicht mehr verlassen darf. Die 53-Jährige hatte am Donnerstag ihren Zwillingen zu deren 19. Geburtstag geschrieben, sie habe "einen Pass beantragt, damit ich zu Euch kommen kann". Aber "die Islamische Republik hat zwei Arten von Reiseverboten erlassen und in Kraft gesetzt, darunter ein 'dauerhaftes Reiseverbot", erklärte sie. Mohammadi wurde 2023 für ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ihre beiden Kinder nahmen den Preis stellvertretend für sie in Empfang. Sie leben in Paris mit ihrem Vater Taghi Rahmani, dem Ehemann Mohammadis. Der prominente iranische Aktivist hat ebenfalls lange im Gefängnis gesessen.