Der Tag"Stinker" vorm Aussterben: 42 Rafflesien-Arten bedroht
Rafflesien sind ein Wunderwerk der Natur und gelten als die größten und übelriechendsten Blumen der Welt. Die ikonischen Gewächse, die nur in den Dschungeln Südostasiens vorkommen und Experten bis heute Rätsel aufgeben, sind in großer Gefahr: "Alle 42 bekannten Arten sind mittlerweile stark bedroht", heißt es in einer internationalen Studie unter Führung der Universität Oxford, die im Fachmagazin "Plants People Planet" veröffentlicht ist. Dennoch werde bislang nur eine einzige Spezies auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) geführt. Die Autoren stufen hingegen 25 Rafflesia-Arten als "vom Aussterben bedroht", 15 als "stark gefährdet" und zwei als "gefährdet" ein. Ursache sei vor allem der Verlust ihres natürlichen Lebensraumes. Viele der noch verbleibenden Populationen beschränken sich der Studie zufolge auf wenige Individuen, die sich in ungeschützten Gebieten befinden. Gleichzeitig hätten Versuche, Rafflesien in botanischen Gärten zu züchten, bislang kaum Erfolg gezeigt. Rafflesien sind Schmarotzergewächse. Mit ihrem Gestank nach verrottendem Fleisch locken sie zur Bestäubung Fliegen an - eine clevere Art, sich das Überleben zu sichern.