Der TagStreit um IRA: Regierung verordnet sich Auszeit
Im Streit über das Fortbestehen der paramilitärischen Gruppe IRA hat die nordirische Gemeinschaftsregierung ihre Geschäfte vorerst auf Eis gelegt.
Es werde nur noch unter "außergewöhnlichen Umständen" Treffen geben, sagte Ministerpräsident Peter Robinson, der die Regionalregierung aus pro-irischen und pro-bitischen Kräften derzeit führt.
Auch Treffen der nordirischen mit der irischen Regierung würden ausgesetzt. Man werde sich ganz auf die Lösung der politischen Krise konzentrieren.
Hintergrund ist die Ermordung eines ehemaligen IRA-Mannes in Belfast. In einem Polizeibericht wurde festgestellt, dass noch immer Führungsstrukturen der in Großbritannien als Terrororganisation eingestuften Provisional IRA existierten und die Gruppe für den Mord verantwortlich sei.