Der TagStudie zum AfD-Aufstieg: Jeder Vierte mit Migrationshintergrund erwägt Auswanderung
In einer Hochburg von AfD-Befürwortern wohnen? Da haben viele Menschen keine Lust drauf oder es macht ihnen Angst. Laut einer Studie überlegen zahlreiche Menschen angesichts des Erstarkens der AfD vor allem in den ostdeutschen Bundesländern, das Bundesland zu wechseln oder Deutschland sogar zu verlassen. Besonders häufig sei dies bei Menschen mit Migrationshintergrund der Fall, heißt es in der Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).
Demnach denken rund ein Viertel der Menschen mit Migrationshintergrund zumindest grundsätzlich darüber nach, Deutschland zu verlassen. Bei denjenigen ohne Migrationshintergrund seien es knapp zwölf Prozent. Bereits konkrete Pläne für eine Auswanderung haben demnach 9,3 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund. Bei den übrigen Befragten seien dies 1,9 Prozent.
Sollte im eigenen Bundesland die AfD mitregieren, würde laut der Studie mehr als jeder Dritte der Befragten mit Migrationshintergrund darüber nachdenken, das Bundesland zu wechseln. Konkrete Pläne haben 12,5 Prozent. Bei den Befragten ohne Migrationshintergrund gibt es bei 14,6 Prozent solche Überlegungen und bei 3,4 Prozent bereits konkrete Pläne.
Nach Angaben des Instituts wurden Daten aus einer repräsentativen Befragung der deutschen Bevölkerung ausgewertet. Befragt wurden demnach etwa 3000 Menschen im März - also noch vor der Europawahl und den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen.