Der TagSturmgewehr-Video hat für AfD-Politiker Konsequenzen
Das Sturmgewehr-Video hat für den hessischen AfD-Landtagsabgeordneten Maximilian Müger offenbar Konsequenzen. Müger sei zum Parteiaustritt aufgefordert worden und sei dieser Aufforderung nachgekommen, teilt die hessische AfD-Spitze mit. Auch sei er aus der Fraktion ausgetreten, so die Landessprecher seiner Partei: "Mit seinem Austritt aus der Partei hat Maximilian Müger der Partei und der Fraktion den zeitaufwendigen Prozess eines Parteiausschlussverfahrens und eines Fraktionsausschlusses erspart, welche aufgrund seines Verhaltens unweigerlich auf ihn zugekommen wären."
Das Video zeigt Müger mit einem Sturmgewehr im Anschlag. Dabei fordert er "freie Waffen für freie Bürger!" und schießt dreimal in die Luft. Mit Blick auch auf das Messerattentat von Solingen mit drei Toten sagt der bisherige AfD-Abgeordnete: "Man ist in deutschen Städten nicht mehr sicher und muss Angst haben, auf einem Fest oder auf dem Heimweg erstochen oder anderweitig ermordet zu werden."
Zu dem Video sagte Hessens Innenminister Roman Poseck: "Offensichtlich soll hier der Einsatz von Waffengewalt in der Migrationspolitik legitimiert werden. Und das ist fürchterlich." Der CDU-Politiker betonte: "Von solchen Aktionen geht ein hohes Risiko aus, dass es eben auch tatsächlich zu Gewaltausbrüchen kommt."
Das Video war kurzzeitig bei Tiktok zu sehen und ging viral. Müger behauptet, das Video zu veröffentlichen, wäre nur ein Versehen gewesen.