Der TagSüdkoreaner nimmt 20 Kilo zu - um sich vor Militärdienst zu drücken

Meistens wollen Menschen eher Gewicht verlieren. Nicht so im Fall eines Mannes aus Südkorea und das hat auch mit was ganz anderem zu tun als der Kleidergröße oder dem eigenen Wohlbefinden: Der 26-Jährige wollte um einen härteren Militärdienst herumkommen und hat deshalb ordentlich zugelegt. Mehr als 20 Kilogramm soll er zugenommen haben, damit er nicht für anspruchsvollere Aufgaben im Wehrpflichtsystem herangezogen werden kann. Das hat jetzt Konsequenzen für den Südkoreaner: Der 26-Jährige habe eine Haftstrafe von einem Jahr erhalten, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werde, teilt das Östliche Bezirksgericht von Seoul mit. Die Gewichtszunahme wird als Verstoß gegen das südkoreanische Gesetz zum Militärdienst ausgelegt.
In Südkorea müssen alle Männer, die dazu körperlich in der Lage sind, 18 bis 21 Monate Militärdienst leisten. Personen mit gesundheitlichen Problemen dürfen ihrer Pflicht in nichtmilitärischen Einrichtungen nachkommen. Wenn sie ernste Probleme haben, werden sie vom Militärdienst ausgenommen. Bei einer Untersuchung im Jahr 2017 hatte der 1,69 Meter große Mann noch 83 Kilogramm gewogen. Bei weiteren Untersuchungen in 2022 und 2023 brachte er dann mehr als 100 Kilogramm auf die Waage. Direkt vor der Untersuchung soll der Mann auch viel Wasser getrunken haben. Auch eine Person aus seinem Bekanntenkreis wurde der Mitteilung zufolge verurteilt - für den Tipp, mal kräftig zuzulegen. Für diese "Beihilfe" gab es eine Haftstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.