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Der TagSyrischer Kurde eröffnet israelisches Restaurant - und erhält Drohungen

16.01.2025, 07:26 Uhr
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Billal Aloge will ein kulinarisches Zeichen der Völkerverständigung setzen. (Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich sollte es keine Meldung mehr wert sein, nichts Besonderes sein, aber ein Freiburger Gastronom sorgt mit einem neuen Restaurant für Aufregung: Billal Aloge will dort das Restaurant "Jaffa" in einem Neubauviertel der Stadt eröffnen. Wer sich ein wenig auskennt, ahnt, dass der Name mit der israelischen Stadt, die heute zu Tel-Aviv gehört, zusammenhängen könnte. Aloge will in dem Restaurant israelische Speisen anbieten. Ursprünglich wollte Aloge, der nach eigenem Bekunden Muslim und ein Kurde aus Syrien ist, im Güterbahnhofviertel ein syrisches Lokal eröffnen. Doch dann änderte er seinen Plan, wie er erzählt. Auslöser waren demnach Erfahrungen in einem anderen, schon länger bestehenden Lokal in Freiburg. Dort bringt der seit Jahrzehnten in der Breisgaustadt lebende Wirt orientalische Gerichte auf den Tisch. Das Restaurant soll auch eine Botschaft vermitteln: "Ich möchte damit auch zeigen, dass wir alle zusammen gut leben können - multikulti, wie Freiburg ist", sagt der Gastronom. In Israel war der Lokalbesitzer zwar bisher nicht, hat aber einen Koch aus dem Mittelmeerland in die Schwarzwaldmetropole geholt. Aloge lässt sich in seinem Vorhaben auch nicht von Drohungen und Boykottaufrufen abhalten.

Quelle: ntv.de