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Der TagSyrisches Parlament: Armenien-Massaker waren Völkermord

13.02.2020, 15:53 Uhr

Inmitten wachsender Spannungen zwischen der Türkei und Syrien in der nordsyrischen Rebellenhochburg Idlib hat das syrische Parlament die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs als Völkermord anerkannt. In einer Resolution kritisierten die Abgeordneten "alle Versuche, dieses Verbrechen zu leugnen und die historischen Fakten zu verfälschen".

  • Syrien erlebe derzeit eine "türkische Aggression", die sich auf die "abscheuliche osmanische Gesinnung" stütze, erklärte der Sprecher des syrischen Parlaments, Hammudah Sabbagh. "Wir erinnern uns mit aufrichtigem Schmerz an das abscheuliche Verbrechen, das die Vorfahren des (Anm. d. Red.: türkischen Präsidenten Recep Tayyip) Erdogan begangen haben."

  • Während des Ersten Weltkriegs waren Armenier systematisch verfolgt worden und unter anderem auf Todesmärsche in die syrische Wüste geschickt worden. Das Gebiet des heutigen Syrien gehörte damals zum Osmanischen Reich. Die Türkei weist eine Einstufung als Völkermord strikt zurück.