Der TagTäter vom Bondi Beach planten Anschlag akribisch
Die beiden Täter des Terroranschlags auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach in Sydney haben nach Erkenntnissen der Ermittler die Tat über Monate hinweg akribisch geplant. Der Vater und sein Sohn hätten in einer ländlichen Region in Australien mit ihren Waffen geübt. Das geht aus Gerichtsunterlagen der Polizei hervor, über die örtliche Medien berichten.
Die Polizei fand demnach auf dem Handy des Sohnes ein Video, auf dem die beiden Täter neben vier Langwaffen mit Munition vor einem Bild einer Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sitzen. Laut Polizei sei zu sehen, wie der Sohn auf Arabisch aus dem Koran rezitiert. Anschließend sollen beide Männer auf Englisch über ihr Motiv für den geplanten Anschlag gesprochen und unter anderem die Handlungen von "Zionisten" verurteilt haben.
Die beiden hatten am Sonntag vor einer Woche während eines jüdischen Festes 15 Menschen getötet. Der Vater wurde von der Polizei erschossen, der Sohn mit schweren Schusswunden ins Krankenhaus gebracht. Inzwischen wurde der 24-Jährige von der Klinik in eine Justizvollzugsanstalt im Osten von Sydney verlegt, gibt die Polizei bekannt. In dem Komplex befindet sich das Long Bay Hospital, ein Hochsicherheitstrakt für medizinische und psychiatrische Fälle.