Der TagTaliban lassen 63 Männer und Frauen in Afghanistan öffentlich auspeitschen
Während hierzulande über Abschiebungen von Straftätern nach Afghanistan diskutiert wird, zeigen die Taliban, wie sie mit in ihren Augen "Verbrechern" umgehen. Ein Gericht in der zentralafghanischen Provinz Sar-i Pul ließ 63 Menschen in einem Stadion öffentlich auspeitschen. Das gab der Oberste Gerichtshof der in dem Land herrschenden islamistischen Taliban bekannt. Den 14 Frauen und 49 Männern würden unter anderem mutmaßlich homosexuelle Handlungen, Diebstahl und andere "moralische Verbrechen" vorgeworfen. Die Strafe sei im Beisein von lokalen Taliban-Vertretern und Anwohnern vollzogen worden.
Die Taliban führten nach ihrer Rückkehr an die Macht in Afghanistan im August 2021 trotz Kritik von Menschenrechtsorganisationen und den Vereinten Nationen wieder öffentliche Strafen ein, darunter Hinrichtungen und Auspeitschungen für Verbrechen wie Mord, Raub und Ehebruch. Seitdem wurden fünf wegen Mordes verurteilte Männer öffentlich hingerichtet. Vergangenen März versprach der oberste Talibanführer Haibatullah Achundsada die vollständige Einführung der Scharia in Afghanistan. In einer Audiobotschaft erwähnte er ausdrücklich Strafen für Ehebruch wie Steinigung und öffentliche Auspeitschungen.