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Der TagTeheran dementiert Tod eines US-Agenten in iranischer Haft

27.03.2020, 11:16 Uhr
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Mit diesem Plakat baten US-Behörden um Hinweise auf den Aufenthaltsort von Robert Levinson. (Foto: AP)

Ist Robert Levinson tot? Diese Frage treibt nicht nur die Familie des US-Amerikaners, sondern auch das Weiße Haus um. Kürzlich wurde gemeldet, dass der vermeintliche FBI-Agent in iranischer Haft verstorben ist. Heute folgt das Dementi aus Teheran. Der Iran habe mit dem angeblichen Tod Levinsons nichts zu tun, zitierte die Nachrichtenagentur Isna Außenamtssprecher Abbas Mussawi. "Wir sprechen der Familie Levinson unser Beileid aus, aber der Mann hat vor vielen (13) Jahren den Iran verlassen, und das wurde auch damals von dem ehemaligen amerikanischen Außenminister (John Kerry) bestätigt", betonte Mussawi. Der Iran habe damals vergeblich versucht herauszufinden, wo sich Levinson aufhalte.

Der seit 2007 im Iran vermisste Levinson ist nach Überzeugung seiner Familie inzwischen gestorben. Die Familie machte die "grausamen, herzlosen Handlungen des iranischen Regimes" für seinen Tod verantwortlich. US-Präsident Donald Trump erklärte jedoch, er "akzeptiere" die Schlussfolgerung nicht, wonach Levinson tot sei. Er räumte am Mittwochabend jedoch vor Journalisten ein: "Es sieht nicht gut aus." Levinson sei seit langer Zeit krank gewesen, sagte Trump.

Quelle: ntv.de