Der TagTeheran verurteilt Nobelpreis für Mohammadi
Die iranische Regierung kritisiert die Auszeichnung der iranischen Frauenrechtlerin Narges Mohammadi mit dem Friedensnobelpreis scharf. Dies sei "eine voreingenommene und politische Handlung", schreibt das Außenministerium. Mohammadi sei "eine Person, die wegen wiederholter Gesetzesverstöße und krimineller Handlungen verurteilt wurde".
Zuvor hatte UN-Generalsekretär Guterres erklärt: "Dieser Friedensnobelpreis ist eine Hommage an alle Frauen, die unter Einsatz ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit und sogar ihres Lebens für ihre Rechte kämpfen."
US-Präsident Biden rief den Iran auf, Mohammadi "unverzüglich" freizulassen.
Die 51-jährige spielt eine zentrale Rolle im Kampf für Frauenrechte und Meinungsfreiheit in ihrem Land. Sie setzt sich gegen das verpflichtende Tragen eines Kopftuches sowie gegen die Todesstrafe im Iran ein. Dafür wurde sie seit 1998 immer wieder inhaftiert. Seit November 2021 sitzt sie wegen "Propaganda gegen den Staat" in Haft.