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Der Tag Tiergarten-Mord: Generalbundesanwalt will eigenen Haftbefehl

Knapp ein halbes Jahr nach dem Mord an einem Georgier in Berlin will der Generalbundesanwalt gegen den Tatverdächtigen einen eigenen Haftbefehl erwirken. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Karlsruhe aus Sicherheitskreisen. Zuvor hatten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR darüber berichtet. Demzufolge soll die Entscheidung des Ermittlungsrichters über den beantragten Haftbefehl kurz bevorstehen.

  • Die Bundesanwaltschaft hatte Anfang Dezember die Mordermittlungen an sich gezogen, weil sie Anhaltspunkte dafür sieht, dass staatliche russische Stellen die Tat in Auftrag gegeben haben. Mit einem eigenen Haftbefehl könnte diesem Verdacht entsprechend Anklage am Kammergericht Berlin erhoben werden. Andernfalls würde die Berliner Staatsanwaltschaft einen Mordprozess am Landgericht führen.
  • Das Opfer, ein 40 Jahre alter Tschetschene mit georgischer Staatsangehörigkeit, war am 23. August mittags im Berliner Tiergarten von einem Fahrradfahrer erschossen worden. Der mutmaßliche Mörder wurde gefasst. Der Mann mit russischem Pass sitzt in Untersuchungshaft, schweigt aber zu den Vorwürfen.

Quelle: ntv.de

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