Der TagTodesschütze von Kenosha bringt Videospiel auf den Markt
Ein halbes Jahr nach seinem umstrittenen Freispruch bringt der US-Teenager Kyle Rittenhouse, der 2020 bei Anti-Rassismus-Protesten zwei Demonstranten erschossen hatte, ein Videospiel auf den Markt. In dem Spiel geht es darum, Truthähne abzuschießen, die US-Medien repräsentieren. Auf den Tieren steht unter anderem "Fake News", Hauptfigur des Spiels ist eine Comic-Version von Rittenhouse.
In einem auf Twitter veröffentlichten Video sagte Rittenhouse, mit den Einnahmen aus dem Spiel wolle er "linke Medienorganisationen" wegen der Berichterstattung über ihn verklagen. Die Medien hätten ihn damals "verunglimpft". "Es ist an der Zeit, sich gegen die Fake-News-Maschinerie zur Wehr zu setzen." Das Spiel soll 9,99 Dollar (rund 9,50 Euro) kosten und kann bislang nur vorbestellt werden.
Der damals 17-jährige Rittenhouse hatte im August 2020 in Kenosha im Bundesstaat Wisconsin zwei Demonstranten erschossen. Der mit einem halbautomatischen Gewehr bewaffnete Jugendliche war nach Kenosha gereist und hatte sich dort bewaffneten Männern angeschlossen, die nach eigenen Angaben Geschäfte vor Plünderern schützen wollten. In der Stadt war es zuvor zu teils gewalttätigen Protesten gekommen, nachdem ein Polizist den Afroamerikaner Jacob Blake mit mehreren Schüssen in den Rücken schwer verletzt hatte.