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Der TagTödliches Autorennen in Ludwigsburg: Zweiter Verdächtiger weiter frei

24.03.2025, 08:00 Uhr

Nach dem jüngsten Ermittlungserfolg der Ludwigsburger Polizei zum mutmaßlichen Autorennen mit zwei Toten bleibt ein weiterer Verdächtiger zunächst auf freiem Fuß. "Der Mann ist identifiziert, er sitzt aber auch weiterhin nicht in Untersuchungshaft", sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Zuvor hatten das Polizeipräsidium Ludwigsburg und die Staatsanwaltschaft Stuttgart mitgeteilt, es werde gegen einen weiteren mutmaßlichen Beteiligten ermittelt. Er werde verdächtigt, ein zweites, an dem Unfall beteiligtes Auto gefahren zu haben und vor dem Unfall an dem illegalen Autorennen beteiligt gewesen zu sein. Bei dem Zusammenstoß am Donnerstagabend waren zwei unbeteiligte Frauen ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Unfallverursacher verletzte sich leicht und wurde festgenommen. Beim zweiten Verdächtigen dauere die "Verifizierung des Tatverdachts" noch an, hatte die Polizei bereits am Vorabend erklärt.

In Deutschland kann auch gegen Verdächtige strafrechtlich ermittelt werden, ohne dass sie in Untersuchungshaft kommen - das ist sogar der Normalfall. Denn für eine Untersuchungshaft reicht ein Anfangsverdacht nicht aus, es muss zudem einen sogenannten Haftgrund wie zum Beispiel die Fluchtgefahr geben. Untersuchungshaft könnte es auch geben, wenn die Gefahr besteht, dass sonst Beweise manipuliert oder Zeugen beeinflusst werden, oder wenn die vorgeworfene Tat weniger schwerwiegend ist. Die Polizei hatte zuvor auch darauf hingewiesen, dass im Netz mehrere falsche Behauptungen kursieren. Sie forderte, die Verbreitung von Fake News zu stoppen und sich auf valide Aussagen der Ermittler zu verlassen. "Die Verbreitung von falschen Informationen hilft niemandem, sondern erschwert die Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft", teilte ein Polizeisprecher mit. Dieser erklärte weiter, dass die Ermittlungsgruppe "Urban" am Montag "personell nochmals aufgestockt werden" soll.

Quelle: ntv.de