Der TagTollwut im Süden: Ministerin ruft zu Impfung von Hunden und Katzen auf
Erkrankt ein Tier an Tollwut, bedeutet das bei Ausbruch den sicheren Tod, einen qualvollen Tod. Eigentlich ist die Krankheit in Deutschland auch kein Thema mehr. Doch nach Bekanntwerden eines Falls in Rheinland-Pfalz empfiehlt Umweltministerin Katrin Eder von den Grünen allen Tierhaltern, ihre Tiere impfen zu lassen. "Das senkt das Risiko, dass ein Biss oder Kratzer lebensbedrohlich wird. Auf diese Weise können Ansteckungen verhindert, Tiere und Menschen geschützt werden", sagte sie. Tollwut sei weltweit weiterhin verbreitet. Für die Einreise von Hunden und Katzen aus anderen Ländern würden daher rechtlich hohe Anforderungen gelten, um eine Einschleppung der Krankheit zu verhindern.
Der an Tollwut verendete Hund stammte aus Russland. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tiergesundheitsgesetz. Dem Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz zufolge sind zwischen Januar 2021 und Februar 2026 zehn Fälle bekannt, in denen illegaler Welpenhandel und/oder ein gefälschter Impfpass im Bundesland eine Rolle spielte. "Bei den zehn Anzeigen handelt es sich ausschließlich um Hundewelpen", teilt das LKA in Mainz mit.