Der TagTreffen mit Putin-Freunden: Ricarda Lang schießt gegen die SPD
Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner ist wegen eines Treffens mit führenden politischen Vertretern Russlands in Aserbaidschan unter Druck geraten. Von Grünen- und FDP-Vertretern kamen Rücktrittsforderungen mit Blick auf Stegners Mitgliedschaft im Parlamentarischen Kontrollgremium zur Kontrolle der Geheimdienste. Kritik kam auch aus Union und SPD. Stegner verteidigte sich vehement, er halte "jeden Kontakt" mit Russland für sinnvoll. Jetzt äußert sich auch die frühere Grünen-Chefin Ricarda Lang und schreibt auf Bluesky: "Ich hoffe, dass meine Ehe so stabil ist, wie die Moskau-Connetion in der SPD."
Das ARD-Politikmagazin "Kontraste" und die Wochenzeitung "Zeit" hatten zunächst über das Treffen am 14. April in Baku berichtet. Thema war demnach die Zukunft des "Petersburger Dialogs", eines Gesprächsforums, das der frühere Kanzler Gerhard Schröder 2001 gemeinsam mit Russlands Präsident Wladimir Putin ins Leben gerufen hatte. Es war nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aufgelöst worden.
Nach Bekanntwerden des Treffens erklärten die deutschen Teilnehmer laut "Süddeutscher Zeitung", dass auch auch in schwierigen Zeiten Gesprächskontakte "nach Russland aufrechterhalten werden" sollten. Stegner ging darüber hinaus in die Offensive: "Wir haben eine Form von Kommunikation, die kurz vor Kriegserklärung steht", sagte er am Freitag dem "Spiegel". "In einer Zeit, in der alle Verbindungen zu Russland reißen, halte ich daher jeden Kontakt für sinnvoll." Doch es hagelte Kritik.